Die GBM Labor GmbH führt Korngrößenanalysen nach genormten Verfahren durch, um Bodenarten exakt zu bestimmen und Baugrunduntersuchungen zuverlässig zu bewerten. Unsere Ergebnisse bilden die Grundlage für Bauprojekte, Sanierungen und Umweltgutachten.
Die Korngrößenverteilung (auch Körnungsanalyse oder Sieblinie) beschreibt die prozentuale Verteilung der einzelnen Korngrößenfraktionen innerhalb eines Bodenmaterials. Sie wird sowohl in der Geotechnik als auch im Bauwesen eingesetzt, um Aussagen über die Zusammensetzung, Stabilität und Verdichtungseigenschaften eines Bodens zu treffen.
Typische Anwendungsbereiche:
Baugrunduntersuchungen und Bodenklassifizierung
Beurteilung der Eignung für Verdichtungs- und Drainagearbeiten
Qualitätssicherung bei Erd- und Straßenbauprojekten
Nachweis der Materialeigenschaften bei Rekultivierung und Altlastensanierung
Für Unternehmen aus dem Baugewerbe, Ingenieurbüros oder Umwelttechnik ist die Kenntnis der Korngrößenverteilung ein zentraler Bestandteil jeder fundierten Bodenbewertung.
Im GBM Labor Ettlingen erfolgt die Analyse nach den gültigen Normen der DIN 18123. Dabei kommen zwei Verfahren zum Einsatz:
Siebanalyse (Trocken- oder Nasssiebung)
Für grobkörnige Böden (z. B. Kies, Sand)
Mechanische Trennung über Siebtürme mit unterschiedlichen Maschenweiten
Bestimmung des Massenanteils jeder Fraktion
Sedimentationsanalyse (Hydrometerverfahren)
Für feinkörnige Böden (z. B. Schluff, Ton)
Messung der Sinkgeschwindigkeit der Partikel in einer Flüssigkeit
Berechnung der Korngrößenverteilung anhand physikalischer Gesetze
Die Ergebnisse werden grafisch in einer sogenannten Sieblinie dargestellt, die die Verteilung der Kornanteile über die Korngröße hinweg zeigt.
Die Analyse der Korngrößenverteilung liefert wertvolle Informationen über:
Tragfähigkeit: Grobkörnige Böden mit gut abgestufter Korngrößenverteilung besitzen eine höhere Tragfähigkeit.
Verdichtbarkeit: Gleichmäßige oder schlecht abgestufte Böden lassen sich schwerer verdichten.
Wasserdurchlässigkeit: Je feiner die Körnung, desto geringer die Permeabilität – entscheidend für Drainage und Gründungsplanung.
Frostempfindlichkeit: Feine Kornanteile erhöhen das Risiko von Frosthebungen im Winter.
Diese Erkenntnisse fließen direkt in baupraktische Entscheidungen und Materialprüfungen ein – beispielsweise bei der Bodenmechanischen Laboruntersuchung oder der Baustoffprüfung.
Nach der Durchführung der Analyse wird das Ergebnis als Sieblinie grafisch dargestellt. Sie zeigt, wie sich die einzelnen Korngrößenanteile im Boden verteilen und ermöglicht eine klare Klassifizierung nach DIN 18196.
Beispielhafte Bewertungskriterien:
Steil verlaufende Sieblinie → schlecht abgestufter Boden mit einheitlicher Körnung
Flach verlaufende Sieblinie → gut abgestufter Boden mit vielen Korngrößenanteilen
Lückenhafte Bereiche → Risiko von Setzungen oder ungleichmäßiger Verdichtung
Diese Analyse dient als Basis für weitere Prüfverfahren im bodenmechanischen Labor und beeinflusst direkt die Bewertung der Baugrundtragfähigkeit. Nach der Messung werden die Daten digital ausgewertet und in einem Prüfprotokoll zusammengefasst. Dieses enthält alle Korngrößenfraktionen, die Sieblinie sowie eine Bewertung nach DIN 18196 – inklusive Diagramm und Materialklassifizierung.
Die Korngrößenverteilung wird im GBM Labor gemäß folgenden Regelwerken ermittelt:
DIN 18123 – Bestimmung der Korngrößenverteilung
DIN 18196 – Klassifizierung von Böden
DIN EN ISO 17892-4 – Laborprüfungen von Böden – Teil 4: Korngrößenverteilung
LAGA PN98 – Richtlinie für Probenahme und Untersuchung mineralischer Stoffe
Unsere Prüfergebnisse erfüllen höchste Qualitätsstandards nach DAkkS-Akkreditierung und sind somit für Behörden, Ingenieurbüros und Bauherren gleichermaßen rechts- und normkonform nutzbar.
Die Korngrößenverteilung ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Prüfprogramme, z. B.:
Erd- und Straßenbau (Materialbewertung für Untergrund & Frostschutzschichten)
Baugrunduntersuchung (Tragfähigkeit, Setzungsverhalten)
Deponie- und Altlastenprüfung (Bodenbewertung & Verfüllmaterialkontrolle)
Kies- und Sandwerke (Produktkontrolle und Qualitätsmanagement)
Umwelt- und Sanierungslabore (Analyse kontaminierter Böden)
Unternehmen aus dem Baugewerbe, Tiefbau und Ingenieurwesen profitieren von präzisen Ergebnissen für sichere Planungs- und Entscheidungsgrundlagen.
Tipp aus der Praxis:
Je nach Bauvorhaben kann die Korngrößenverteilung entscheidend für die Auswahl des Füllmaterials oder die Planung von Entwässerungssystemen sein. Eine präzise Analyse spart Kosten und verhindert spätere Bauschäden.
Materialtyp | Verwendungszeitraum | Typische Einsatzorte |
Asbestzement (Fassaden, Dachplatten) | 1950–1990 | Außenverkleidung, Garagendächer |
Bodenbeläge (Vinyl / PVC) | 1960–1985 | Wohn- und Bürobauten |
Kleber und Spachtel | 1960–1990 | Unter Fliesen und Böden |
Spritzasbest / Brandschutzverkleidung | bis 1980 | Industriebauten, Technikräume |
Putze, Mörtel, Dämmstoffe | 1970–1990 | Innenwände und Decken |
Genauigkeit:
Bei der Laboranalyse ist die Genauigkeit sehr hoch, da präzise Geräte und genormte Verfahren eingesetzt werden.
Bei Baustellenprüfungen hängt die Genauigkeit dagegen stark von der Erfahrung des Prüfers und den Umgebungsbedingungen ab.
Wiederholbarkeit:
Laboranalysen sind standardisiert und vollständig dokumentiert, wodurch die Ergebnisse jederzeit reproduzierbar sind.
Baustellenprüfungen unterliegen äußeren Einflüssen und liefern daher oft schwankende Ergebnisse.
Normkonformität:
Im Labor werden die Prüfungen vollständig nach DIN- und LAGA-Richtlinien durchgeführt.
Auf der Baustelle ist die Normkonformität meist nur eingeschränkt gegeben.
Analyseumfang:
Im Labor werden alle Korngrößenfraktionen – Kies, Sand, Schluff und Ton – untersucht.
Bei Baustellenprüfungen erfolgt meist nur eine visuelle Beurteilung des Materials.
Das Laborergebnis schafft Rechtssicherheit und bildet eine belastbare Grundlage für Planung, Ausschreibung und Bauausführung.
Präzise Bestimmung nach aktuellen DIN- und LAGA-Richtlinien
Akkreditiertes Prüflabor mit modernster Messtechnik
Direkte Zusammenarbeit mit Ingenieurbüros und Bauunternehmen
Verständliche Berichte mit praxisnaher Auswertung
Regionale Nähe: Laborstandort Ettlingen
Sie benötigen Unterstützung bei der Probenahme oder Analyse von Bodenmaterial? Unser Labor übernimmt alle Schritte rechtskonform, transparent und schnell verfügbar.
Sie beschreibt, wie fein oder grob ein Boden zusammengesetzt ist – und bestimmt so Tragfähigkeit, Verdichtbarkeit und Wasserleitfähigkeit.
In Deutschland wird nach DIN 18123, DIN 18196 und DIN EN ISO 17892-4 geprüft.
Je nach Probenmenge und Verfahren beträgt die Bearbeitungszeit im Labor zwischen 3 und 7 Werktagen.
Immer dann, wenn die Bodenbeschaffenheit für Baugrund, Sanierung oder Materialbewertung exakt nachgewiesen werden muss.
Ja. GBM Labor liefert ein vollständiges Prüfprotokoll inklusive Sieblinie, Klassifizierung und Bewertung nach DIN.