Die GBM Labor GmbH bestimmt die Proctordichte nach genormten Verfahren, um die optimale Verdichtung von Böden zuverlässig zu bewerten. Die Ergebnisse sind eine zentrale Entscheidungsgrundlage für Erd-, Straßen- und Tiefbauprojekte sowie für die Qualitätssicherung im Bauwesen.
Die Proctordichte beschreibt die maximal erreichbare Trockendichte eines Bodens bei optimalem Wassergehalt. Sie wird im Labor mithilfe des Proctorversuchs ermittelt und gibt an, wie gut sich ein Boden unter definierten Bedingungen verdichten lässt.
Zusammen mit dem optimalen Wassergehalt liefert die Proctordichte entscheidende Kennwerte für:
die Tragfähigkeit des Baugrunds
die Beurteilung von Verfüllungen und Schüttungen
die Qualitätssicherung im Erd- und Straßenbau
die Vermeidung von Setzungen und Verdichtungsschäden
Besonders aussagekräftig ist die Proctordichte im Zusammenspiel mit der Korngrößenverteilung, da Kornzusammensetzung und Verdichtbarkeit eng miteinander verknüpft sind.
Mehr zur Korngrößenverteilung im bodenmechanischen Labor: https://gbm-labor.de/leistungen/bodenmechanische-laborversuche/korngroessenverteilung/
Die Bestimmung der Proctordichte erfolgt nach DIN EN ISO 17892-12 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Verdichtungsversuch).
Ablauf der Untersuchung:
1. Probenvorbereitung
Die Bodenprobe wird getrocknet, homogenisiert und in mehreren Wassergehaltsstufen vorbereitet. Die Proben stammen häufig aus einer fachgerechten Bodenprobenahme, die ebenfalls von GBM Labor angeboten wird.
2. Verdichtung im Proctorgerät
Die Probe wird lagenweise in eine genormte Proctorform eingebracht und mit definierter Verdichtungsenergie verdichtet.
3. Dichtebestimmung
Nach jeder Verdichtungsstufe wird die Rohdichte bestimmt und daraus die Trockendichte berechnet.
4. Auswertung
Aus den Messwerten entsteht eine Proctorkurve. Daraus lassen sich die maximale Trockendichte und der optimale Wassergehalt eindeutig ablesen.
Diese Werte dienen als Referenz für Verdichtungsnachweise auf der Baustelle.
Eine unzureichende Verdichtung kann langfristig zu Schäden wie Setzungen, Rissen oder verminderter Tragfähigkeit führen. Die Proctordichte dient daher als Referenzwert, um die auf der Baustelle erreichte Verdichtung objektiv zu bewerten.
Die Ergebnisse sind insbesondere relevant für:
Straßen- und Wegebau (Frostschutz- und Tragschichten)
Gründungen von Gebäuden und Hallen
Leitungsgräben und Verfüllarbeiten
Deponie- und Dammbau
Baugrunduntersuchungen im Vorfeld von Bauprojekten
Ohne einen Proctorversuch fehlt eine verlässliche Grundlage für die Bewertung der Verdichtungsqualität.
Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Varianten des Proctorversuchs zum Einsatz:
Standard-Proctorversuch
Für normal belastete Erd- und Verfüllarbeiten
Modifizierter Proctorversuch
Mit höherer Verdichtungsenergie, z. B. für Straßen-, Verkehrs- und Industrieflächen
Welche Variante angewendet wird, hängt von Bodenart, Bauvorhaben und den Vorgaben aus Ausschreibung oder Bauvertrag ab.
Die im Labor ermittelte Proctordichte wird mit der auf der Baustelle erreichten Dichte verglichen. Daraus ergibt sich der Verdichtungsgrad in Prozent.
Typische Anforderungen sind:
≥ 95 % der Proctordichte für Verfüllungen
≥ 97–100 % der Proctordichte für Verkehrsflächen
Die Bewertung erfolgt stets im Zusammenhang mit weiteren Kennwerten, etwa aus der Bodenklassifikation, der Korngrößenverteilung oder der Baustoffprüfung
Eine rein visuelle oder gerätegestützte Baustellenprüfung reicht nicht aus, um die Verdichtungsqualität zuverlässig zu bewerten.
Laboranalyse:
Sehr hohe Genauigkeit, normkonform, reproduzierbar und rechtssicher.
Baustellenprüfung:
Abhängig von Erfahrung, Witterung und Gerät, eingeschränkte Aussagekraft.
Die Kombination aus Labor-Proctordichte und Baustellenkontrolle bietet die höchste Sicherheit.
Die Bestimmung der Proctordichte erfolgt nach den aktuell gültigen geotechnischen Regelwerken:
DIN EN ISO 17892-12 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Verdichtungsversuch (Proctor)
DIN EN ISO 14688 – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden
Projektbezogene Regelwerke wie ZTV E-StB und RStO werden bei Bedarf berücksichtigt.
Die Prüfungen erfolgen nach dem Standard des akkreditierten Qualitätsmanagementsystems von GBM Labor und liefern nachvollziehbare, belastbare Ergebnisse für Planung, Bauausführung und Dokumentation.
Präzise Bestimmung nach DIN 17892-12
Erfahrenes bodenmechanisches Labor
Verständliche Auswertung und klare Berichte
Kombination mit Korngrößenverteilung, Bodenmechanik und Baustoffprüfung
Schnelle Bearbeitung auch bei engen Bauzeiten
Unsere Ergebnisse schaffen eine belastbare Grundlage für Bauausführung, Abnahme und Dokumentation.
Die Proctordichte ist Bestandteil zahlreicher Prüfprogramme, unter anderem in:
Erd- und Straßenbau
Tiefbau und Leitungsbau
Baugrunduntersuchungen
Bewertung von Verfüllmaterial und Schüttungen
Deponie- und Rekultivierungsprojekten
Gerade für Bauunternehmen und Ingenieurbüros ist sie ein unverzichtbarer Kennwert zur Absicherung von Bauqualität und Haftungsfragen.
Sie benötigen eine zuverlässige Bestimmung der Proctordichte für Ihr Bauprojekt?
Wir unterstützen Sie von der Probenannahme bis zur fachlichen Auswertung – transparent, normkonform und praxisnah.
Sie zeigt, wie dicht ein Boden bei optimalem Wassergehalt maximal verdichtet werden kann.
In vielen Bauprojekten ja, da sie Bestandteil technischer Regelwerke und Ausschreibungen ist.
Die meisten mineralischen Böden sind geeignet. Stark organische Böden erfordern eine gesonderte Bewertung.
Ja. Sie erhalten einen vollständigen Laborbericht mit Proctorkurve, Kennwerten und Bewertung.
Beschwerden im Sinne der DIN EN ISO / IEC 17025, zu unserer Leistung oder Prüfverfahren, richten Sie bitte an: beschwerde@gbm-labor.de.
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